Interview mit Rafael Hunziker, Projektleiter Standort-Entwicklung Schachen


Als Projektleiter verwaltet Rafael Hunziker alle projektbezogenen Kontakte und hat den Überblick über Kosten- und Zeitaufwand. Wo dabei die Herausforderungen liegen, verrät er im Interview.

 

 



Rafael, warum braucht SIGA ein neues Innovationszentrum?

Siga investiert weiterhin stark in Forschung und Entwicklung. Dafür braucht es neue und grössere Räumlichkeiten. Die Erhöhung der Kapazität ermöglicht, das für die nächsten Jahre geplante Wachstum zu erreichen. Zudem wollen wir neue Produkte schneller auf den Markt bringen können.

 




Was wird das neue Innovationszentrum bieten?

Insgesamt 5000 Quadratmeter neue Fläche für Produktion, Labor und Büros. Ein Teil der Produktionsfläche wird für besondere Technikumsanlagen genutzt, die je nach Bedarf für Tests oder für die Produktion von neuen Produkten aus der Forschung und Entwicklung eingesetzt werden können. Das Labor wird deutlich vergrössert und mit modernster Ausstattung für die Neu- und Weiterentwicklung von SIGA Produkten versehen.



Wie wird im neuen Zentrum gearbeitet?

In modernster Multispace-Landschaft von 1500 Quadratmetern Fläche wird prozessorientiert entwickelt und gearbeitet. Die Bürolandschaft entspricht dem neusten Stand der Technik. Die attraktiven Arbeitsplätze fördern eine offene, innovative Arbeitsweise. Sie sind eines unter vielen überzeugenden Argumenten, junge talentierte Fachkräfte als Mitarbeiter zu gewinnen.



Wann hast du mit der Arbeit begonnen und wie lange wirst du noch dran sein?

Das Vorprojekt begann 2015 und wurde bis 2016 von Erich Felder geleitet. Zu dem Zeitpunkt wurden Grundsatz-Fragen geklärt. Wie wird erweitert/gebaut? An welchem Standort? Der Startschuss fiel dann im Frühling 2016. Bis Mitte 2019 sollte das Hauptprojekt abgeschlossen sein.

 



Mit wem arbeitest du zusammen?

Ein gutes Projekt- und Planer-Team, welches wir mit langjährigen Mitarbeitern und Partnern besetzen konnten, ist etwas vom Wichtigsten. Das Siga Team besteht aus Jean-Pierre Linge, Erich Felder, Christoph Lorenz und mir. Mit dem Architekturbüro Dubach Holzinger Architekten, unter der Leitung von Stefan Dubach und Mitarbeiter Nicola Biland, haben wir uns für einen sehr erfahrenen Architekten entschieden, der unsere Bedürfnisse bestens kennt.

 




Wie spiegelt sich SIGAS Sinn für Nachhaltigkeit im Projekt?

Auf der einen Seite geht es um die Bewahrung des Ökosystems und der Umwelt. Dies gewährleisten wir mit hohen Dämmwerten, guter Dichtheit, energiearmen LED Lampen, Regenwassernutzung und der Rückgewinnung der Abwärme von Anlagen zur CO2 Reduktion. Auf der anderen Seite soll ein hoher Nutzen für die Mitarbeitenden entstehen, indem die Räume sehr flexibel genutzt werden können. Zusätzlich werden Vorinvestitionen für zukünftige Aufstockungen und Erweiterungen getätigt. Was bei SIGA schon selbstverständlich ist, ist dass die gesamte Dachfläche, und wenn möglich Teile der Fassade, mit einer Photovoltaikanlage eingekleidet werden.

 




Was war dein bisher bestes Erlebnis als Leiter dieses Projekts?

Die Baueingabe war ein Meeilenstein. Wir feierten im kleinen Rahmen und wir wussten: Nach langer Planungszeit wird es ernst.